Am 16. April fand in der St. Stephanskirche am Alten Südlichen Friedhof ein Ellen-Ammann-Gedenkgottesdienst der Bayerischen Polizeiseelsorge statt, die Ellen Ammann neben weiteren Werken ebenfalls gegründet hatte. Den Gottesdienst zelebrierten Weihbischof Wolfgang Bischof und Polizeidekan Andreas Simbeck. Neben einigen Weg-Gefährtinnen Ellen Ammanns nahmen auch Vertreterinnen des Säkularinstituts ASE sowie weiterer von ihr gegründeter Verbände daran teil.

Weihbischof Wolfgang Bischof stellte Ellen Ammann als Vorbild dar: „Sie war keine Frau des lauten Pathos. Aber sie war eine Frau klarer Haltung. Ihr Glaube war kein Rückzugsort – er war ihr Antrieb. Sie hat sich eingesetzt für Frauen, die keine Stimme hatten, Familien in Not, soziale Gerechtigkeit, politische Verantwortung aus christlicher Überzeugung.“
Ellen Ammann habe österlich gelebt. Ein solches Leben habe Konsequenzen. Es schaue nicht weg, übernehme Verantwortung, es setze sich ein. „Osterglaube ist immer konkret… Ostern bedeutet auch: Angst, Resignation und Tod haben nicht das letzte Wort“, so Weihbischof Wolfgang Bischof.
Die wichtigste Frage heute sei vielleicht, was Ellen Ammann getan habe, sondern: „Was ist unser Auftrag? Wo sind wir gerufen, unsere Stimme zu erheben, Verantwortung zu übernehmen, unseren Glauben nicht nur zu bekennen, sondern zu leben?“ Glaube bliebe nicht folgenlos.