Auf den Spuren ihrer Namensgeberin machten sich die Weg-Gefährtinnen Ellen Ammanns am 16. Mai auf den Weg zum 104. Katholikentag in Würzburg. Zu Beginn erwartete die Teilnehmerinnen ein bewegender Orgel-Impuls im Würzburger Kiliansdom. Der Orgel-Impuls „5 nach 12" war während des Katholikentags eine beliebte Veranstaltungsreihe und bot den Besucherinnen und Besuchern eine 15-minütige Auszeit mit Orgelmusik, gespielt von Domorganisten, sowie kurze geistliche Impulse von Jürgen Vorndran, dem Generalvikar des Bistums Würzburg. Nachdem die Domführung bereits ausgebucht war, erkundete die Gruppe den Dom anschließend auf eigene Faust – mit fachkundiger Unterstützung der Würzburgkennerinnen.
Auf dem Weg zur Kirchenmeile durch die Würzburger Innenstadt breitete ein Engel seine Flügel schützend über die Weg-Gefährtinnen aus. Am Stand von Radio Vatikan kam es zu einem Gruppenfoto mit Papst Leo – wenn auch nur mit seinem Pappkameraden, denn der Papst selbst war nicht persönlich vor Ort.
Auf der Kirchenmeile am Mainufer angekommen, traf die Gruppe auf Tanja Pichlmeier, die kommissarische KDFB-Landesvorsitzende, die gerade mit ihrer Familie unterwegs war.
Deutlich wurde auf der Kirchenmeile auch, dass der Katholikentag schwierige Themen wie Gewalt gegen Frauen nicht ausklammerte. Am Stand von „Perlenschatz" konnten die Gäste schätzen, wie viele Femizide durch den (Ex-)Partner es 2024 in Deutschland gab – fast täglich kommt es zu einem solchen Fall.
Am Stand des Weltgebetstags trafen die Weg-Gefährtinnen KDFB-Frau Karin Post-Ochel. Der Weltgebetstag feiert 2027 sein 100-jähriges Bestehen und steht unter dem Motto „für Gerechtigkeit und Frieden – 100 Jahre Weltgebetstag”.
Am Stand der Polizeiseelsorge wurde daran erinnert, dass Ellen Ammann 1920 als Landtagsabgeordnete die Polizeiseelsorge initiiert hat. Am KDFB-Stand begegneten die Weg-Gefährtinnen unter anderem Andrea Friedrich, der Geistlichen Beirätin des KDFB-Diözesanverbandes Bamberg, und Anja Karliczek, der KDFB-Bundespräsidentin. Bestaunt wurde auch der Münzapparat, mit dem eine Ellen-Ammann-Gedenkmünze gedreht werden konnte.
Tags zuvor war am KDFB-Stand Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gast – auch ihm wurde eine Ellen-Ammann-Münze überreicht.
Sehr herzlich empfangen wurden die Weg-Gefährtinnen am Stand des Fränkischen Marienweges, der auf Wander- und Radwegen zu 50 Marienwallfahrtsorten und Gnadenstätten in Unterfranken führt. Halt gemacht wurde natürlich auch am Stand des Erzbistums München und Freising, das im Rahmen seiner Katholikentagspräsenz auf Ellen Ammann als wichtige Frau des Erzbistums aufmerksam machte.
Zum Schluss des gemeinsamen Rundgangs freute sich die Gruppe über eine Tasse Kaffee am Kolping-Stand. Die Vorsitzende der Weg-Gefährtinnen, Dr. Elfriede Schießleder, entließ die Teilnehmerinnen mit einem kurzen Segensgebet. Alle waren sich einig: Es war ein rundum gelungener Ausflug. Ein herzlicher Dank geht an Irene Demling und Elfriede Schießleder für die Vorbereitung des Programms.
„Hab Mut, steh auf!" – das Motto des Katholikentags in Würzburg wird die Weg-Gefährtinnen noch länger begleiten. Denn auch Ellen Ammann war eine mutige Frau.
Text: Gerlinde Wosgien
Zum Beitragsbild: Von links nach rechts sind zu sehen: Professor Stefan Rappenglück vom Diözesanratsvorstand, Helene Aumer, Ulrike Reiber, Brigitte Tarras, Dr. Gerlinde Wosgien, Dr. Elfriede Schießleder, Irene Demling, Ulrike Faust. Foto: Diözesanrat der Erzdiözese München und Freising.