Wir Weg-Gefährtinnen sind unterwegs mit Ellen Ammann – spirituell und diakonisch engagiert.
Aktuelles
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Weg-Gefährtinnen Ellen Ammanns gründen eingetragenen Verein
14 Frauen haben am 15.11.2025 einen eingetragenen Verein gegründet, um dem Wirken im Sinne Ellen Ammanns eine rechtsfähige Form zu geben. Zur Vorsitzenden wurde Dr. Elfriede Schießleder gewählt. (Foto) Die Theologin und Pastoralreferentin ist die Ellen-Ammann-Beauftragte des Katholischen Deutschen...
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Über uns
Wir Weg-Gefährtinnen Ellen Ammanns sind ein Kreis von Christinnen in verschiedenen Lebenssituationen. Uns alle eint, dass wir in unserem Alltag Gott suchen und finden wollen. Dazu sind wir sozial-caritativ engagiert und übernehmen ehrenamtlich diakonische Aufgaben, je nach den eigenen Möglichkeiten. Wir sind durch heutige Kommunikationsformen verbunden. Nach Möglichkeit treffen wir uns zweimal pro Jahr persönlich zu Besinnungs- und Oasentagen. Die Basis unserer Spiritualität ist das vielfältige Engagement Ellen Ammanns in Kirche und Gesellschaft. Aus dem Vertrauen zu Gott und der Liebe zu den Menschen heraus linderte sie Not, gab Hoffnung und vermittelte Sinn. Darin ist sie uns für unser Leben Vorbild.
Wer wir sind
Zu uns gehören Theologinnen und Sozialpädagoginnen, Hauswirtschafterinnen und Bankkauffrauen, Journalistinnen und Geschäftsführerinnen, Familienfrauen und Rentnerinnen… Die meisten von uns sind katholisch, aber auch evangelische Frauen haben zu uns gefunden. Männer sind uns als Fördermitglieder des e. V. willkommen.
Was heißt für uns „spirituell“?
Viele von uns beten das Tagzeitengebet nach dem „Te Deum“. Das „erdet“ im Alltag. Einmal pro Woche versuchen wir, gemeinsam und doch jede für sich die Vesper zu beten. Zweimal pro Jahr bieten wir Besinnungstage an, damit wir uns über Themen austauschen können, die uns bewegen.
Wir sind keine „Super-Christinnen“, wollen aber unseren Glauben so leben, dass wir etwas bewegen können.
Was heißt für uns „diakonisch“?
So wirken wir im je eigenen Umfeld, in Gemeinden, Verbänden, Vereinen und, wo es möglich ist, auch in der Arbeit diakonisch. Wir wollen Menschen – unsere Nächsten – unterstützen. Dabei lassen wir uns von dem überraschen, was jeder Tag mit sich bringt.
Jede Weg-Gefährtin sucht sich ihre Handlungsfelder selbst aus. Während die eine sich zum Beispiel in der Nachbarschaftshilfe engagiert, begleitet eine andere junge Geflüchtete beim Heimischwerden im Alltag. Andere sind ehrenamtlich bei einer der Tafeln aktiv, wieder andere bringen sich in der häuslichen Krankenpflege bei Angehörigen ein. Einige unterstützen kirchliche Hilfswerke in deren internationaler Solidaritätsarbeit.

Angebote und Termine
- Regelmäßig:
Jeden Mittwochabend beten wir individuell die Vesper nach dem „Te Deum“ → www.maria-laach.de/te-deum - Sa. 11.04.2026
15 Uhr Einkehr-Nachmittag der ASE mit Weg-Gefährtinnen; 16 Uhr GD-Eucharistie - Do. 16.04.2026
17.30 Uhr, Eucharistiefeier, St. Stephan, Südfriedhof - Mi. 13.05.2026
19 Uhr gemeinsame Vesper per Zoom - Sa. 16.05.2026
Katholikentag Würzburg: Weg-Gefährtinnen treffen sich vor Ort. Treffpunkt und Uhrzeit werden rechtzeitig kommuniziert. - Sa. 13.06.2026
15 Uhr Einkehr-Nachmittag der ASE mit Weg-Gefährtinnen; um 16 Uhr Eucharistiefeier - Mi. 08.07.2026
19 Uhr gemeinsame Vesper per Zoom - Do. 16.07.2026
17.30 Uhr, Eucharistiefeier, St. Stephan, Südfriedhof - Mi. 09.09.2026
19 Uhr gemeinsame Vesper per Zoom - Sa. 10.10.2026
14 Uhr ASE-Impuls mit Weg-Gefährtinnen, um 16 Uhr Eucharistiefeier - Do. 15.10.2026
17.30 Uhr, Eucharistiefeier, St. Stephan, Südfriedhof - Sa. 31.10.2026
Oasentag der Weg-Gefährtinnen in St. Ottilien mit ASE-Schwestern - Mi. 11.11.2026
19 Uhr gemeinsame Vesper per Zoom - Sa. 14.11.2026
Mitgliederversammlung der Weg-Gefährtinnen Ellen Ammanns e. V., Clemensstr. 113, München - Sa. 05.12.2026
14 Uhr Einkehr-Nachmittag der ASE mit Weg-Gefährtinnen, um 16 Uhr Eucharistiefeier

Ellen Ammann
Ellen Ammann (geboren 1870 in Stockholm, gestorben 1932 in München) war ein höchst engagierter und zugleich produktiver Mensch. Die katholische Schwedin zog nach der Heirat nach München, wo ihr Mann Ottmar Ammann als Arzt wirkte. „Nur“ Ehefrau und Mutter zu sein, war ihr zu wenig. Also engagierte sie sich vor allem im sozialen Bereich. Ihr Motto lautete dabei: „Die Liebe Christi drängt uns“. Im Lauf der Jahre gründete sie verschiedene Organisationen, die es heute noch unter folgenden Namen gibt:
- den Bayerischen Landesverband des Katholischen Frauenbundes (KDFB)
- die heutige Katholische Stiftungshochschule KSH
- den Fachverband IN VIA mit den katholischen Bahnhofsmissionen
- die Polizeiseelsorge Bayern
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Von 1919 bis 1932 war sie als Angehörige der bürgerlich-konservativen Bayerischen Volkspartei Mitglied des Bayerischen Landtags.
1923 war es ihrer Initiative zu verdanken, dass Hitlers Putsch nicht geglückt ist, denn niemand sonst hatte an die Bildung einer Notregierung und deren Absicherung gedacht.
Da sie trotz ihres vielfachen Engagements das tiefe Bedürfnis nach gelebter Spiritualität hatte, gründete sie 1919 mit Gleichgesinnten die Pia Unio „ Vereinigung der Katholischen Diakoninnen“, heute als Säkularinstitut Ancillae Sanctae Ecclesiae bekannt.
- Weitere Informationen über Ellen Ammann bietet dieser → Artikel auf Wikipedia
- Über eine mehrtägige wissenschaftliche Tagung an der Katholischen Stiftungshochschule Campus München in Kooperation mit der Domberg-Akademie über Ellen Ammann berichtet dieser Beitrag in „Innehalten“ (→ Hier zum Download).
- Und hier gibt es eine → Literaturliste zu Ellen Ammann.
Säkularinstitut Ancillae Sanctae Ecclesiae
Das Säkularinstitut Ancillae Sanctae Ecclesiae (ASE) wurde 1919 als Pia Unio von Ellen Ammann ins Leben gerufen. Der Gründung lag die Idee Ellen Ammanns eines „Gott-geweihten Lebens in der Welt“ als Frau und Mutter neben der Berufung zur Ordensfrau zugrunde. Der damalige Erzbischof von München und Freising, Kardinal Michael Faulhaber, unterstützte die Gründung. Von Anfang an verpflichteten sich die Schwestern zu einem Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam.
Die junge Gemeinschaft erhielt zunächst den Namen Vereinigung Katholischer Diakoninnen. Von Anfang an gab es verheiratete und unverheiratete Mitglieder. 1952 wurde auf Antrag der damaligen Leitung die Gemeinschaft von der Religiosenkongregation in Rom als Säkularinstitut anerkannt. Dadurch wurde es umbenannt in Ancillae Sanctae Ecclesiae. Die Schwestern verpflichteten sich zu einem Leben nach den drei Evangelischen Räten Armut, Keuschheit und Gehorsam. Die Berufung zum urkirchlichen Diakonat war eine Selbstverständlichkeit.
Von anfangs sieben Gründungsmitgliedern wuchs die Gemeinschaft im Lauf der Zeit auf etwa 160 Frauen an. Mittlerweile ist die Mitgliederzahl wegen Nachwuchsmangels auf unter 20 Frauen gefallen. Das Säkularinstitut ASE begrüßt deshalb ausdrücklich die Gründung der Weg-Gefährtinnen Ellen Ammanns, um die diakonische Spiritualität Ammanns weiterzutragen.
Weitere Informationen zum Säkularinstitut ASE finden Sie auf dessen Homepage: → www.ancillae-ase.de
Gut zu wissen
Wer war Ellen Ammann?
Ellen Ammann war eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Sie gründete soziale Einrichtungen wie die Bahnhofsmission München, engagierte sich in der Bildungsarbeit (unter anderem als (Hoch-)Schulgründerin), war Mitbegründerin des Katholischen Deutschen Frauenbundes in Bayern und gründete ein Säkularinstitut. Seit 1919 war sie Landtagsabgeordnete. Zudem trat sie als überzeugte Gegnerin der Nationalsozialist*en öffentlich auf – und hat weit darüber hinaus Spuren hinterlassen. Emanzipiert und mit politischem Weitblick setzte sie sich für die Rechte von Frauen und von sozial Schwachen ein. Dabei war sie über Partei- und Religionsgrenzen hinaus bestens vernetzt. Als Diakonin legte sie ihr ganzes Leben unter den Anspruch und die Führung Gottes.
Warum braucht es den eingetragenen Verein „Weg-Gefährtinnen Ellen Ammanns“?
Mit dem Verein legen wir ein Zeugnis ab für eine historisch bedeutsame Persönlichkeit. Ellen Ammann hat so viel für die Gesellschaft in Bayern geleistet, dass wir an ihr Engagement anknüpfen möchten. Wir wählen sie bewusst als Vorbild für das eigene Leben und setzen ihr Wirken in der Gegenwart fort – im Geist der Verantwortung für Kirche und Gesellschaft.
Was kann mir dieser Verein bieten?
Geistliche Orientierung – etwa durch Besinnungstage oder Vorträge –, digitale Veranstaltungsformate sowie Begegnung mit Menschen, die ebenfalls auf der Suche nach Sinn und Orientierung sind. Uns ist gegenseitige Ermutigung in unsicheren Zeiten wichtig. Wir sind gemeinsam unterwegs, haben eine geistliche Heimat, stützen und stärken uns gegenseitig.
Wie „fromm“ sind die Weg-Gefährtinnen Ellen Ammanns?
Unser christlicher Glaube und eine tragfähige Spiritualität sind uns wichtig. Wie das im Alltag bei jeder Einzelnen konkret aussieht, ist jedoch eine persönliche und individuelle Entscheidung.
Muss ich jeden Tag beten, wenn ich Mitglied werden möchte?
Tägliches Gebet kann eine gute Hilfe sein – eine Verpflichtung dazu besteht bei uns jedoch nicht.
Legen die Weg-Gefährtinnen Gelübde ab, wie Armut, Keuschheit und Gehorsam?
Nein. Wir leben als Frauen, die sich in Kirche und Gesellschaft engagieren. Wenn wir einem Orden oder einem Säkularinstitut hätten beitreten wollen, hätten wir diesen Weg gewählt – das ist jedoch nicht unser Anliegen.
Können Männer auch zu den Weg-Gefährtinnen kommen?
Ja. Männer sind uns als Gäste und als Fördermitglieder ohne Stimmrecht herzlich willkommen.